Der Gießkannen-Wahnsinn

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Liebe Leser, ich möchte gleich zu Beginn meines Editorials einleitend festhalten, dass ich nicht gegen Unterstützung bzw. Hilfe für bedürftige Menschen, sinnvolle Förderprogramme oder generell gegen den Sozialstaat bin! Ganz im Gegenteil. Ich gehe mit offenen Augen durchs Leben und weiß, wie sehr große Teile in unserer Bevölkerung dringend Hilfe brauchen. Ich bin selbst seit über 20 Jahren in namhaften sozialen Clubs wie Round Table und aktuell beim LIONS tätig und weiß daher ganz genau wie es in unserer Gesellschaft aussieht. Aber liebe Leser, es kann doch nicht sein, dass wir hier in Österreich immer mehr Schulden machen und das Geld nicht nur mit beiden Händen rausschmeißen, sondern eigentlich schon grob fahrlässig mit diesem Thema umgehen. Unsere Politiker, und da nehme ich alle Parteien beim Schopf, sind irgendwie von der Realität abgekommen.

Muss alles gratis sein?
Weil sich ca. 43.000 Kinder nicht ausreichend ernähren können, wird jetzt Gratisessen für alle Kinder in allen Kindergärten und Pflichtschulen gefordert. Weiters zur Kinderarmut wird aktuell die Periodenarmut diskutiert. Anscheinend kann sich jede dritte Frau die monatlichen Kosten für ihre Menstruationsprodukte nur noch schwer leisten. Diese Produkte sollen in Zukunft für alle Frauen gratis sein. Thema Verhütung: Weil armutsgefährdete Jugendliche anscheinend zu wenig Geld für Verhütungsmittel haben, wurde ein Vorschlag diskutiert, allen Jugendlichen gratis Kondome, Spiralen, etc. zur Verfügung zu stellen. Es gäbe hier noch so viele Themen, leider reicht der Platz nicht aus. Die vielen Milliarden bei den Corona Hilfen, Klimabonus, etc. Was tun, wenn der Sozialstaat Österreich die Bedürftigen nicht mehr erreicht? Wir brauchen einen treffsicheren Sozialstaat, der jene Menschen erreicht, die auch wirklich Hilfe benötigen und nicht alle Bürger gleichermaßen beglückt. Mein Wunsch: Hört auf mit dem Gieskannen-Wahnsinn und unterstützt die Bürger gezielter!

Harald Matousek
Herausgeber und Chefredakteur


Ihre Meinung direkt an: matousek@news-online.at

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