„ÖVP Zukunftsprogramm Eferding 2021-2027“

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Themen zur Pressekonferenz vom 26. August 2021

Bürgermeister Severin Mair und Stadträtin Mag. Astrid Zehetmair stellten am 26. August 2021 das Zukunftsprogramm der ÖVP Eferding 2021-2027 vor:
Die Stadtgemeinde Eferding entwickelt sich ständig weiter. In den letzten 10 Jahren wuchs die Eferdinger Bevölkerung um rund 500 Personen. Auf einer Fläche von 2,81 km2 bietet die Stadt ein vielfältiges Angebot in den Bereichen Wohnen, Schule und Bildung, Wirtschaft, Sport-und Vereinswesen, Kinderbetreuung, Freizeitaktivitäten sowie Tourismus und Einkaufsmöglichkeiten. Wir wollen unsere Stadt lebens-und liebenswert erhalten und gleichzeitig auch fit für die Zukunft machen. Die Eferdinger Bevölkerung und ihr Wohlergehen steht dabei im Vordergrund.
Eferding zeichnet sich besonders durch seine breit aufgestellte Infrastruktur aus. Gemeinsam mit den drei Umlandgemeinden zählt der Zukunftsraum Eferding knapp 11.000 Einwohner. Wir bekennen uns dazu, ein attraktives Angebot für alle Eferdingerinnen und Eferdinger zu schaffen. Um weiterhin eine hohe Lebensqualität aufrecht zu erhalten, ist es wichtig, ständig daran zu arbeiten.
Eferding spielt in der Region eine wichtige Rolle, wir wollen diese auch in Zukunft ausbauen und ein wichtiger Impuls-und Ideengeber im Bezirk sein.
Unser Selbstverständnis ist es, mit Weitblick und Mut für die Zukunft der Stadt zu entscheiden. Mit den vorhandenen Ressourcen muss sorgsam umgegangen werden und Entscheidungen müssen stets im Sinne der Weiterentwicklung Eferdings gefällt werden. Die Stadtgemeinde Eferding soll Heimat für unsere künftigen Generationen sein.
Gemeinsam gehen wir weiter voran und wollen unsere Stadt weiter im Sinne einer positiven Entwicklung gestalten. Dabei sind uns folgende Themenfelder besonders wichtig.

Punkt 1: Kinderbetreuung weiter ausbauen und Angebote für Familien schaffen
Aufgrund des stetigen Wachstums unserer Stadt, muss auch die Infrastruktur für die Kinderbetreuungseinrichtungen wachsen. Im Herbst 2018 konnte auf unsere Initiative hin der Containerlösung bei der Krabbelstube in der Postgütlstraße ein Ende gesetzt werden und eine neue, moderne 6-gruppige Krabbelstube eröffnet werden. Für das Schuljahr 2020/2021 erhielt die Stadtgemeinde Eferding die „1A+-Bewertung“ im Kinderbetreuungsatlas der Arbeiterkammer.
Damit Eferding auch für Familien attraktiv ist, ist es wichtig, ein entsprechendes Kinderbetreuungsangebot anzubieten. Es soll jede Familie einen Platz in einer Kinderbetreuungseinrichtung für ihr Kind haben. Wir bekennen uns zu einer qualitätsvollen Kinderbetreuung, dabei haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine wichtige Rolle. Es sollen die Öffnungszeiten derart gestaltet werden, sodass auch Eltern, die einer Arbeit nachgehen, ihre Kinder gut betreut wissen. Ein sorgloses und behütetes Aufwachsen unserer Kleinsten steht für uns an vorderster Stelle.
Im nächsten Jahr soll der Kindergarten in der Bräuhausstraße mit drei Gruppen gebaut werden. Die große Grünanlage in unmittelbarer Nähe machen den Standort besonders attraktiv.
Die Volksschule Süd wird in den nächsten Jahren generalsaniert und modernisiert werden, damit die Schülerinnen und Schüler in einem modernen Umfeld lernen können. Wir wollen dabei Synergien nutzen und auch für den Hort ein entsprechendes Platzangebot mitplanen. Der direkt angrenzende Schulpark ist der ideale Ort, um auch die Freizeit auf einer großen Fläche aktiv zu gestalten.
Der Spielplatz im Mittleren Graben ist ein beliebter Treffpunkt für Familien inmitten des Eferdinger Grüngürtels. Die Gerätschaften sind bereits in die Jahre gekommen. Um ein sicheres und modernes Spielen zu ermöglichen sollen die Spielgeräte nach und nach erneuert bzw. ausgetauscht werden.
Auch der Spielplatz in der Umdaschstraße steht vor einer Modernisierung. Es ist besonders auf ein friedliches Zusammenleben mit der benachbarten Bevölkerung Bedacht zu nehmen. Durch Gespräche sollen Konflikte früh aufgelöst und beseitigt werden, um ein gemeinsames Leben von jung und alt möglich zu machen. Wir wollen die Bewohnerinnen und Bewohner eng einbinden und gleichzeitig den Kindern und Jugendlichen einen Freiraum zur Verfügung stellen.

Punkt 2: Öffentlicher Verkehr
Zu einer modernen Verkehrswelt gehört auch der Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Daher fordern wir eine Entflechtung der Tarif-Ticket-Systeme und werden uns dafür einsetzen, dass es zu einem einheitlichen Ticketsystem kommt. Mit einem Ticket sollen verschiedene Verkehrsmittel nutzbar sein, dadurch soll die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln attraktiviert werden.
Bestehende Radwegenetze sollen ausgebaut und miteinander verbunden werden. Außerdem sollen gefährliche Kreuzungen sicher umgestaltet werden. Im Zuge von Straßensanierungs-oder Umbauarbeiten muss auf ein sicheres Radfahren Bedacht genommen werden. Die Verbindung zwischen der Nibelungenstraße und der Waschpoint soll im Zuge der Errichtung der Freizeitfläche „Alte Aschach“ neu befestigt und für den Radverkehr zugänglich gemacht werden.
Nicht immer sind Bus oder Zug das geeignete Verkehrsmittel, daher wollen wir ein Anruf-Sammeltaxi realisieren. Gemeinsam in Zusammenarbeit mit den Zukunftsraumgemeinden soll eine einfache Verkehrsverbindung geschaffen werden, um auch kurze Wege mit einem öffentlichen Verkehrsmittel zu bestreiten. Eine unkomplizierte und kostengünstige Nutzung des Anruf-Sammeltaxis sind uns wichtig.

Punkt 3: Innenstadt
Wir wollen Leben in unserer Stadt. Das gelingt uns nur in Zusammenarbeit mit den regionalen Netzwerkpartnern. Wir wollen die Ansiedelung von neuen Betrieben bestmöglich unterstützen und ein wirtschaftliches, gesellschaftliches und soziales Miteinander in der Stadt möglich machen. Die Stadt Eferding soll ein Ort des gesellschaftlichen Lebens bleiben.
Der wöchentlich stattfindende Bauernmarkt belebt den Stadtplatz und darüber hinaus. Das emsige Treiben ist für die Innenstadt besonders wichtig und ergänzt das vielfältige Angebot der Stadt. Am bestehenden Veranstaltungsangebot (Märkte, Frühschoppen, Konzerte, Weinfeste) soll festgehalten werden.
Uns ist wichtig, dass auch die Innenstadt barrierefrei gestaltet wird. Einige Gehsteigkanten wurden bereits abgeschrägt, um ein Befahren mit Rollstuhl oder Kinderwagen leichter möglich zu machen. Im Zuge von Umbauarbeiten sollen diese Vorkehrungen berücksichtigt werden.
Gerade in den Sommermonaten ist in Eferding wieder viel los. An den Donnerstagen hat in den letzten zwei Jahren die „Summerlounge“ am Stadtplatz stattgefunden – organisiert und betreut vom Stadtmarketing und Tourismus Eferding. Wir wollen auch weiterhin ein gemütliches Feiern in der Stadt ermöglichen. Die eng abgestimmte und gute Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing und Tourismus Eferding ist dabei essentiell, diese soll weitergeführt und auch entsprechend gefördert werden.

Punkt 4: Kooperation mit den umliegenden Gemeinden vorantreiben
Wir denken weiter und wollen unsere Region stärken. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit und verstärkte Kooperation mit den Zukunftsraumgemeinden erforderlich. Den Herausforderungen der Zeit wollen wir mit kompetenten Anlaufstellen in den Gemeinden begegnen. In Eferding konnten durch die Kooperation mit dem Regionalentwicklungsverband bereits einige Projekte unterstützt und LEADER-Förderungen abgeholt werden. Wir wollen uns auch weiterhin eng austauschen, Synergieeffekte nutzen und gemeinsam für die Stärkung unserer Region arbeiten.
Die Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden geschieht derzeit im „Zukunftsraum Eferding“. Wichtig ist, dass dort vereinbarte Vorgehensweisen auch eingehalten werden. Besonders im Sinne der Vereine ist eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden wichtig. Wir setzen uns dafür ein, dass jeder Verein von den Zukunftsraumgemeinden nach gleichen Richtlinien entsprechende Förderungen erhält, wodurch die Gewährung von Fördermittel nachvollziehbar und transparent wird.

Punkt 5: Bürgernahe Verwaltung
Behördengänge sollen so einfach wie möglich gemacht werden. Die Digitalisierung/ e-Government- Lösungen sollen weiter ausgebaut werden, das heißt alle Amtsgänge, die digital möglich sind, sollen auch angeboten werden. Die Handy-Signatur ist ein wichtiger Bestandteil in einem modernen Verwaltungsapparat. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass das digitale Angebot in der Stadtgemeinde erweitert wird.
Da in den nächsten Jahren mit dem Umzug der ÖGK in deren neuen Räumlichkeiten in die Stefan-Fadingerstraße zu rechnen ist, wird im Amtsgebäude am Stadtplatz 31 Platz frei. Im barrierefrei zugänglichen Erdgeschoss soll ein Bürgerservicecenter Eferding eingerichtet werden. Auch die Bürgerservicestelle der Bezirkshauptmannschaft Eferding soll dort eine neue Heimat finden. Alle Bürgeranliegen sollen hier bearbeitet werden können. Vom Melderegisterauszug, über die Abholung des Gelben Sacks bis hin zur Hundeanmeldung sollen die Eferdingerinnen und Eferdinger entsprechend betreut werden können.

Punkt 6: Zeitgemäße Gestaltung öffentlicher Räume
Der Stadtplatz ist das Herzstück unserer Stadt Dort finden Veranstaltungen und Zusammenkünfte statt, es treffen sich Menschen zum gemeinsamen Austausch. Wir wollen den Stadtkern weiter attraktivieren und an die Herausforderungen der Zeit anpassen.
Ausgehend vom Stadtplatz sind alle Geschäfte des täglichen Lebens erreichbar. Der große Platz bietet Raum zum Zusammenkommen. Der Stadtplatz soll den Vorstellungen einer modernen Innenstadt entsprechend gerecht werden. Daher setzen wir uns für die Neugestaltung des Stadtplatzes ein. Eine durchdachte Verkehrslösung soll für ruhigeren Straßenverkehr sorgen und dennoch Parkplätze für KundInnen bieten. Beschattete Plätze bieten Raum für ein gemütliches Beisammensein vor allem in den Sommermonaten. Bäume und natürliche Beschattungselemente sollen den Stadtplatz prägen und gleichzeitig soll genügend Platz für Veranstaltungen gegeben sein.

Punkt 7: Die gesunde Stadt
Wir sind in der glücklichen Lage, auf eine breite ärztliche Versorgung zu blicken. In den vergangenen Jahren wurde etwa das Ärztezentrum am Stadtgraben erweitert und das G’sundium in der Stefan-Fadingerstraße neu eröffnet.  Für viele ältere Menschen stellt der Besuch eines Arztes eine Herausforderung dar, daher ist es wichtig, ein möglichst breites Fachärzteangebot in unsere Stadt anzubieten. Interessierte Ärztinnen und Ärzte sollen von einem Unterstützungsangebot der Stadt profitieren. Zwar obliegt es der Gesundheitskasse, ob eine sogenannte Kassenstelle nach Eferding kommt, jedoch kann die Stadt auch attraktive Rahmenbedingungen für neue Ärztestellen schaffen. In den nächsten Jahren wird in der Stefan-Fadingerstraße eine neue Servicestelle der Österreichischen Gesundheitskasse geschaffen werden. Diese soll das breite Angebot abrunden.
Eferding ist „Gesunde Gemeinde“, in den nächsten Jahren wollen wir das Angebot rund um Prävention und verschiedene Veranstaltung wieder forcieren. Der Stammtisch für pflegende Angehörige wird vom Roten Kreuz organisiert und soll verstärkt beworben werden.

Punkt 8: Tourismusregion Eferding
Die geografische Lage unserer Stadt unweit der Donau sorgt besonders in den Sommermonaten für viele Touristen in unserer Gemeinde. Durch deren Besuch wird Wertschöpfung erzeugt und die drittälteste Stadt Österreichs will sich von der besten Seite zeigen. Touristische Tagesangebote sollen daher ausgebaut werden, wir wollen die Rahmenbedingungen dafür schaffen.
Das Museum der Stadt Eferding ist im Schloss Starhemberg beheimatet. Gemeinsam mit dem Stadtarchiv sollen Überlegungen angestellt werden, das Museum zeitgemäßer zu gestalten und für Besucher weiterhin attraktiv zu halten. Das 800-Jahr-Jubiläum der Stadt soll als Anlass genutzt werden, um das Museum wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Punkt 9: Umwelt und Energie
Es gibt eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten für PV-Anlagen. Wir bekennen uns zu den erneuerbaren Energien, daher soll die Stadtgemeinde Eferding mit gutem Beispiel vorangehen und die gemeindeeigenen Gebäude sollen mit erneuerbaren Energien betrieben werden, um eine hohe Eigenversorgung sicherzustellen.
Bereits in den letzten Jahren wurden im Stadtgebiet viele Bäume neu gepflanzt. Wir wollen diese Tradition fortführen und somit aktiv Klimaschutz betreiben.
Grüne Mobilität ist am Puls der Zeit, wir stehen für Innovation und wollen uns daher dafür einsetzen, dass in der Stadt Eferding neue E-Ladestationen für PKWs gebaut werden. Um mit dem Fortschritt mitzuhalten, soll die Realisierung eines autonomen Citybuses geprüft werden.

Punkt 10: Vorausschauende Raumordnung
Bei Neuwidmungen muss die Entflechtung von Wohn-und Betriebsbaugebieten an vorderer Stellte stehen. Die wohnende Bevölkerung soll ruhige Wohngegenden mit Freizeitflächen haben. Eine ausgeglichene Raumplanung berücksichtigt die unterschiedlichen Interessen der Bevölkerung. Wir setzen uns dafür ein, dass im Zukunftsraum Eferding überregionalen Interessen verstärkt Raum geboten wird und (Neu-) Gestaltungen in den Gemeinden mitgedacht werden.

Punkt 11: Attraktive Freizeitflächen
Die Stadtgemeinde verfügt über eine Vielzahl an Turnhallen und Freizeitflächen. Die örtlichen Vereine können diese für eine geringe Verwaltungsgebühr das ganze Jahr über nach dem Schulbetrieb nutzen.
Die Bezirkssporthalle Eferding ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Wir wollen ein modernes und intaktes Sporthallengebäude realisieren, das den Anforderungen der Zeit entspricht. Die Benützung der Sporthalle für die Vereine soll weiterhin möglich sein.
Die zahlreichen Grünflächen in Eferding werden vom Bauhof gepflegt. Der Schulpark in der Postgültstraße, die Grünanlage beim Ententeich neben dem Schiferstift, der Spielplatz im Mittleren Graben, die Grünflächen rund um das Bräuhaus, der Spielplatz in der Umdaschstraße sowie der Spazierweg im Mittleren Graben sind wahre Naherholungsgebiete für die Eferdingerinnen und Eferdinger.
Heuer soll am Areal der „Alten Aschach“ eine neuen Freizeitfläche entstehen. Jugendliche und Familien sollen sich dort treffen und einer sinnvollen Freizeitgestaltung nachgehen können.
Das Freibad Eferding dient in den Sommermonaten für eine kühle Erfrischung. Das Angebot wird auch von Bewohnerinnen und Bewohner weit über die Grenzen Eferdings hinaus genutzt. Bereits in der Vergangenheit wurde das gesamte Areal stetig renoviert. Auf der großen Liegewiese wollen wir den Sandspielbereich sanieren und eine neue Spielmöglichkeit anstatt des Piratenschiffes finden. Der Volleyballplatz soll wieder attraktiviert und mit neuem Sand aufgeschüttet werden.

Foto: NEWS

Bürgermeister Severin Mair und Stadträtin Mag. Astrid Zehetmair.

 

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