Ohne digital geht nichts mehr? Meine Antwort: Schwachsinn! – 11.2016

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Ein Leitartikel von Christian Meyer im Fachmagazin „A3 Marketing“ hat mich nun in meiner Meinung bestätigt. „Digital is everything? No, it´s not. Gute Kommunikation is everything for every thing! Und die beginnt bitte schön immer noch mit einer guten Idee, gefolgt von einer guten Kreation, und endet mit einem guten Mediaplan. Daran hat sich auch im digitalen Zeitalter nichts geändert“, so der Media- und Digitalchef von Müller Milch. Christian Meyer entscheidet immerhin über 100 Mio. Euro Etat bei Müller Milch und ist ein anerkannter sowie erfahrener Marketingprofi.

Digitaler Hochofen
Es heißt ja schon lange „mehr Budget in digitale Kampagnen“ geben. Aber ist das zielführend? Ich denke nicht. Alles was bei Print (Anzeigen in Zeitungen, etc.) immer wichtig war und ist, wie zum Beispiel Reichweite, Zielgruppe, etc., wurde auf einmal im „digitalen Bordell“ egal. Gelten in der digitalen Welt etablierte Planungsstandards etwa nicht mehr? Wir haben ja im Prinzip schon alles durch. Und trotzdem werfen viele Werbekunden gutes Mediageld weiterhin in den digitalen Hochofen. Warum eigentlich? Weil es im Trend ist? Oder weil das Budget weg muss? Erst waren es Banner. Weil TV angeblich nicht mehr funktioniert kam In-Stream. Dann brauchten wir Fans. Interaktion! Dann kam das geniale Content Marketing. Viele meiner Kollegen, am Anfang auch wir selber, produzieren für meistens viel Geld größtenteils Schwachsinn, der keinen User interessiert.
Dann die sogenannten Influenzer! Nur weil jemand 1 Mio. Follower hat und jeden Tag pro Woche ein anderes ach so geniales Produkt in den Himmel lobt, heißt das noch nicht, dass dieser Schwachsinn jemand interessiert.
Wie verblödet sind wir eigentlich schon? Ich möchte mich der Meinung von Meyer anschließen. Ich erkenne gute Ideen. Aber auch schlechte!


Ihre Meinung direkt an: matousek@news-online.at

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