Verlängerung der Kurzarbeit

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Standort und Beschäftigung nachhaltig abgesichert

Nach intensiven – aber sehr konstruktiven Verhandlungen – einigten sich die Sozialpartner gemeinsam mit der Bundesregierung auf die Rahmenbedingungen für die Verlängerung der Corona-Kurzarbeit um weitere sechs Monate für die Phase III ab 1. Oktober 2020. Bereits in Phase I und II (März bis September) konnten die negativen Auswirkungen der COVID-Pandemie in rund 17.000 oö. Betrieben mit knapp 300.000 betroffenen Beschäftigten zielführend abgefedert werden.
Die aktuellen Entwicklungen stimmen WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer zuversichtlich. In Phase I (März – Mai) befanden sich knapp 17.000 oö. Firmen in Kurzarbeit. Immerhin noch über 5.500 Firmen mussten eine Verlängerung (Phase II bis September 2020) der Kurzarbeit in Anspruch nehmen. „Besonders betroffene Betriebe können nun auch in Phase III dieses Instrument nützen. Dementsprechend bedarfsorientiert wurden die Rahmenbedingungen für eine neuerliche Verlängerung gestaltet. Je nach Entwicklung der Krise werden notfalls auch Rahmenbedingungen für eine Phase IV zu verhandeln sein“, so Hummer.
Für Phase III ist ein durchschnittliches Arbeitsvolumen von 30 bis 80 Prozent und in Ausnahmefällen auch eine Genehmigung möglich, dass weniger als 30 Prozent gearbeitet wird. Erfreulich ist auch, dass auch für die Verlängerung das Grundprinzip einer kostendeckenden Kurzarbeitsförderung verankert werden konnte. Hinter diesem Prinzip steht die Systematik, dass der Arbeitgeber lediglich die anteiligen Kosten für die tatsächlich anfallende Arbeit zu tragen hat und die Kosten für die entfallenen Arbeitsstunden durch die Kurzarbeitsbeihilfe kompensiert werden.

Ein für WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer besonders wichtiger Faktor ist das Thema Qualifizierung und Fachkräftesicherung: „Deshalb wurde großer Wert daraufgelegt, dass in den Rahmenbedingungen für die Verlängerung auch Weiterbildungsmaßnahmen während der Ausfallsstunden vorgesehen sind.“

Die Entwicklung am heimischen Arbeitsmarkt ist noch zurückhaltend, geht aber in OÖ in die richtige Richtung. Immerhin weist Oberösterreich mit 6,7 Prozent Arbeitslosenquote im Juli bundesweit die mit Abstand niedrigste Arbeitslosenquote auf. Außerdem ist es der oberösterreichischen Wirtschaft im Juli durch die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen gelungen, die Zahl der Arbeitslosen um über 1.200 Personen zu reduzieren.

Entscheidend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung ist jedoch der Umgang mit dem Virus selbst. Daher arbeitet die WKO Oberösterreich gemeinsam mit der Landes- und Bundesregierung intensiv an strategischen Maßnahmen, um die Infektionszahlen möglichst niedrig zu halten und die Schutzmaßnahmen nur im unbedingt notwendigen Ausmaß umzusetzen. „Jeder von uns kann durch die konsequente Beachtung der Grundregeln ‚Abstand – Mundschutz – Handhygiene‘ einen wichtigen Beitrag dafür leisten“, appelliert WKOÖ-Präsidentin Hummer.

Foto: © ROBERT MAYBACH

WKOÖ-Präsidentin Hummer: „Trotz aller Herausforderungen sind wir auf einem guten Weg, diese Krise mit vereinten Kräften zu überwinden!“

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