Das Rote Kreuz Eferding – am Weg in Richtung Normalität

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Von einem Arbeitsmarathon in den nächsten

Das Rote Kreuz Eferding hatte in den letzten Wochen alle Hände voll zu tun. Zehn Wochen lang befand sich das Rote Kreuz Eferding im sogenannten Stabsbetrieb. Alle Einsatzagenden wurden von 16 Stabsmitarbeitern im Turnusdienst abgearbeitet. Sie leisteten in dieser Zeit nicht weniger als 5.900 ehrenamtliche Stunden. „Übersandte Aufträge, Informationen und Mitteilungen aller Art vom Landesrettungskommando oder der Behörde wurden für den Bezirk aufbereitet und umgesetzt!“, sagt Bezirksgeschäftsleiter Philipp Wiatschka.

„Darunter fielen unter anderem die Errichtung der Sanitätssammelstelle (SanSaSt) Leumühle gleich zu Beginn der Corona-Krise, die Installation des „Drive In“ in Aschach zur effizienteren Probenabnahme, auch die Installation zweier spezieller Hochinfektions-Sanitätseinsatzwagen (kurz COVID-SEW) sowie die Organisation und Planung von Probengroßabnahmen in Kindergärten und Altenheimen“, erinnert sich Wiatschka.

Reduzierten Betrieb stufenweise wieder in die Höhe fahren
Die Corona-Pandemie und die von der Regierung auferlegten Ausgangsbeschränkungen führten in den letzten Wochen zu gravierenden Einschnitten auch beim Roten Kreuz. So kam es beispielsweise im Rettungsdienst zu einem Rückgang an Ausfahrten von bis zu 60%. Rotkreuz-Dienststellen zählen zur kritischen Infrastruktur, daher mussten alle Mitarbeiter spezielle Hygieneschulungen absolvieren.
Die Jugendarbeit sowie das komplette Kurswesen wurden vorübergehend pausiert. Nicht weniger als 30 Erste Hilfe Kurse mussten in den letzten Wochen verschoben werden. Ein neues Kurskonzept wird aktuell ausgearbeitet. „Der Rettungssanitäter-Sommerkurs wird in Kleingruppen stattfinden, unter erhöhten Hygieneauflagen und mit entsprechenden Mindestabständen.“, freut sich Bezirksgeschäftsleiter Wiatschka.

630 Probenabnahmen – Zusammenarbeit über die Bezirksgrenzen hinaus
Das Rote Kreuz Eferding hat in den letzten Wochen intensiv mit den benachbarten Bezirken zusammengearbeitet. So wurden beispielsweise im „Drive In“ in Aschach auch zahlreiche Bürger aus den benachbarten Bezirken Urfahr-Umgebung und Linz-Land getestet. Alles zusammen konnten mehr als 630 Probenabnahmen im „Drive In“ in Aschach durchgeführt werden.

Vereinsaktivitäten in den Herbst verschoben
Im Bezirk Eferding engagieren sich nicht weniger als 850 Mitmenschen in den unterschiedlichsten Sparten ehrenamtlich. „Alle Vereinsaktivitäten wie Gemeinschaftsausflüge, Sommer- und Grillfeste, Jahreshauptversammlungen und wöchentliche Zusammenkünfte mussten abgesagt oder verschoben werden. Wir erwarten einen umso aktiveren und intensiveren Herbst, um all das nachzuholen!“, so Bezirksstellenleiterin Mag. Michaela Schwinghammer-Hausleitner.

Keine Kurzarbeit beim Roten Kreuz Eferding
„Wir haben unverzüglich auf die Regierungsmaßnahmen reagiert, wie beispielsweise mit der vorübergehenden Außerdienststellung von Mitarbeitern über 60 Jahre. Team Österreich Mitarbeiter unterstützten daher die Bereiche Essen auf Rädern und den Rotkreuz-Markt.“, versuchte Wiatschka den Ausfall an Mitarbeitern zu kompensieren.
„Durch einerseits Homeoffice im Verwaltungsbereich sowie andererseits Überstunden- und Urlaubsabbau sowie einer Änderung in der Dienstplanung in den jeweiligen Einsatzbereichen schafften wir es, dass kein Rotkreuz-Angestellter in Oberösterreich in Kurzarbeit geschickt werden musste!“, freut sich Bezirksstellenleiterin Mag. Michaela Schwinghammer-Hausleitner.
„Die größte Herausforderung in den letzten zehn Wochen war es, die vielen sich oftmals täglich ändernden Regeln aufzubereiten, die Mitarbeiter entsprechend zu schulen und zu sensibilisieren sowie den Regelrettungsdienst immer garantieren zu können!“, resümiert Wiatschka und abschließend: „Dies war nur möglich, weil sich ein hochmotiviertes Team äußerst umsichtig und professionell diesen Herausforderungen stellte. Ihnen gebührt ein besonderer Dank!“



Foto: laumat.at/Mathias Lauber

Zahlreiche Probenabnahmen konnten im „Drive In“ in Aschach durchgeführt werden.

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