Wird Eferding bald zu „Eferfrahinping“?

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Riesiges Interesse beim Infoabend zum Thema Gemeindefusion von Eferding-Fraham-Hinzenbach-Pupping

Über 200 Bürger kamen zum ersten offiziellen Infoabend der neuen Bürgerinitiative „Zukunft.Region.Eferding“ und erlebten einen fachlich aufbereiteten Abend auf rein sachlicher Ebene trotz dieses natürlich sehr emotionalen Themas einer möglichen Gemeindefusion von Eferding, Fraham, Hinzenbach und Pupping.

In vielen Bereichen spielen die Gemeindegrenzen keine Rolle. Die Pfarre, das Rote Kreuz und die vielen Vereine könnten nicht ohne die anderen arbeiten. Die Eferdinger Musikkapelle wäre ziemlich lautlos ohne die Musiker aus den anderen drei Gemeinden. Wir gehen alle zu den gleichen Ärzten und liegen am Ende am selben Friedhof. Mit diesen Worten eröffnete Hannes Schweitzer aus Hinzenbach den ersten Infoabend beim Dieplinger in Pupping. Bei der politischen Vertretung höre die Zusammenarbeit auf.

Es wurde an diesem Abend immer wieder betont, dass sich Interessierte aus allen vier Gemeinden melden sollen, ausdrücklich auch die Skeptiker einer möglichen Fusion. Die Bürgerinitiative ist nicht gegründet worden, um die Fusion voran zu treiben und diese positiv zu verkaufen. „Die Bevölkerung soll alle Fakten, alle Pro- und Kontraargumente einer Zusammenlegung erfahren. Eine Volksbefragung ohne sachliche Grundlagen lehnen wir ab, zuerst informieren und dann befragen“, so Alexander Rizy von der Bürgerinitiative. Auch zu Wort kamen als fachkundige Sprecher der erfahrene Fusionsbürgermeister von Rohrbach-Berg, Andreas Lindorfer und Peter Pramberger von der Direktion Inneres und Kommunales. „Heute sagen in Rohrbach-Berg 92 Prozent der Bürger, dass es die richtige Entscheidung war. Kurzfristig gebe es aber keine Personaleinsparungen, weil die Fusion eine Heidenarbeit ist“, so Bgm. Lindorfer zum aufmerksamen Publikum.

Die WKO machte auch noch vor dem Infoabend eine Blitzumfrage, bei der fast 70 Prozent der Unternehmer, bei einer Beteiligung von 16,5 Prozent, sich für eine Fusion aussprachen und von Christian Prechtl brandaktuell präsentiert wurde. Alle Infos werden laufend auf der Webseite www.region-eferding.org online gestellt. Die Bürgerinitiative würde sich eine höhere Beteiligung von Frauen und jungen Menschen wünschen.

WKO Umfrage-Ergebnis

Bezirk Eferding: 7 von 10 Unternehmen für Gemeindezusammenlegung. Die Unternehmen erwarten sich mehr wirtschaftliche und politische Kraft durch eine Fusion von Eferding, Fraham, Hinzenbach und Pupping!

69 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer der vier Gemeinden Eferding, Fraham, Hinzenbach und Pupping sprechen sich für eine Zusammenlegung aus, 24 Prozent sind gegen eine Zusammenlegung und 6 Prozent haben keine Meinung dazu. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die die WKO Eferding im November unter den 598 Betrieben in den vier Gemeinden durchgeführt hat. 16 Prozent der Betriebe haben sich an der Umfrage beteiligt, was angesichts der kurzen Frist von 1 Woche ein sehr guter Wert ist!

Obmann der WKO Eferding, Christian Prechtl: „Die Umfrage und die von den Befragten abgegebenen Begründungen unterstützen uns dabei, den Prozess in den nächsten Wochen und Monaten sachlich und wertfrei zu begleiten. Ich werde mich auch persönlich engagieren, damit dieses sensible Thema bestmöglich aufbereitet wird, bevor es zu einer Abstimmung im Gemeinderat bzw. einer Volksbefragung kommt. Eine bessere Raumplanung und koordinierte Flächenwidmung wäre nur einer von vielen Vorteilen einer Zusammenlegung, gerade zu einer Zeit, da im Raum Eferding wichtige Infrastrukturentscheidungen anstehen, die für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts wichtig sind. Natürlich gehören auch Nachteile objektiv auf den Tisch. Wie etwa:- keine wesentliche Einsparung bei den Personal- und Funktionärskosten / – schlechtere Förderkriterien für Bauprojekte bei einer Zusammenlegung, vor allem für die drei kleineren Gemeinden ( Förderpolitik von Seiten des Landes ist dabei zu überdenken!).“

Christian Prechtl weiter: „WIR brauchen mehr denn je eine leistungsfähige Standort-Infrastruktur im Bezirk Eferding! Bei einem Workshop mit Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungskräften von Leitbetrieben aus dem Bezirk Eferding kristallisierten sich folgende Themen schwerpunktmäßig heraus: – leistungsfähige Infrastruktur für Mobilität / – ausreichend gewerbliche Flächen / – zukunftstaugliches Internet / – sichere Energieversorgung / – innovative Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, speziell für unsere Jugend / – Infrastruktur für zugezogene Führungskräfte und deren Familien / – Belebung des Arbeitsmarktes durch bessere überregionale Zusammenarbeit.“

ACHTUNG
AKTUELLE PRESSEAUSSENDUNG !!

Erstes Arbeitsmeeting am Montag, 9. Dezember um 19:30 Uhr im GH Kreuzmayr

Bürgerinitiative „Zukunft.Region.Eferding“ schreitet zur Umsetzung

Nach dem fulminanten Informationsauftakt am 18. November mit über 200 interessierten Besuchern beginnt die Bürgerinitiative „Zukunft.Region.Eferding“ nun mit konkreten Umsetzungsschritten in ihrer angekündigten Sacharbeit zum Thema Auswirkungen einer möglichen Zusammenführung der vier Gemeinden Eferding, Fraham, Hinzenbach und Pupping. Dazu sollen drei Arbeitsgruppen eingerichtet werden, die sich mit der Ausarbeitung von sachorientierten Antworten zu Fragen aus folgenden Themenbereichen beschäftigen werden:

  • Arbeitsgruppe Gesellschaft: Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben, Vereine, Feuerwehr, Institutionen, Schulen, Sportplätze,…
  • Arbeitsgruppe Finanz: Finanzielle Auswirkungen, eventuelle Mehreinnahmen, Kosteneinsparungen, Schulden versus Vermögen,…
  • Arbeitsgruppe Politik: Auswirkungen auf die Verwaltung, politische Entscheidungsfindung, Betriebsansiedelung, Raumordnung,…

Zur Installation dieser Arbeitsgruppen lädt die Bürgerinitiative alle Bürgerinnen und Bürger der Region, die sich konkret an einer konstruktiven Mitarbeit beteiligen wollen, zu einem ersten Arbeitsmeeting ein.

Termin: Montag, 9. Dezember, 19:30, Gasthof Kreuzmayr, Schmiedstraße 29, 4070 Eferding

Wichtig: Anmeldung zum Arbeitsmeeting (für alle, die tatsächlich mitarbeiten wollen) und weitere Informationen zur Initiative im Internet unter www.region-eferding.org

Foto/Bearbeitung: © IDEENagentur matousek.at

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